Politik reagiert auf illegalen Luchsabschuss

Als Reaktion auf den illegalen Luchsabschuss in Oberösterreich und der erfolgreichen Ermittlungen, fordert heute, Montag 20. April 2015 Umweltlandesrat Rudi Anschober (Grüne) einen Neubeginn des Luchs Projektes im Nationalpark Kalkalpen in einem fünf-Punkte Plan:

DER 5-PUNKTE-PLAN FÜR DEN LUCHS

  1. Harte Konsequenzen für Luchs-Töter durch harte Strafen und Disziplinarrecht
  2. Rasche Umsetzung der Wiederansiedlung im Nationalpark Kalkalpen
  3. Schaffung einer Dreiländer-Luchsregion durch Nationalpark Kalkalpen in OÖ, das Gesäuse in der Steiermark und das Wildnisgebiet Dürrenstein in Niederösterreich – rasche Aufnahme von Gesprächen auf politischer Ebene mit den beiden Bundesländern. Eine große Luchsregion reduziert den Druck und die genetische Problematik.
  4. Sicherung der Verbindungsmöglichkeit zwischen Region Böhmerwald und dem alpinen Bereich durch die Sicherung der Wildtierkorridore. Verankerung der Wildtier-Korridore wie in Bayern und Tschechien in einem Raumordnungsprogramm, um ihre Zerstörung zu verhindern. Als erster Schritt Umsetzung in einigen Modellgemeinden.
  5. Info-Offensive für und über Wildtiere.

Knapp 80% der oberösterreichischen Bevölkerung befürworten nach einer Meinungsumfrage des market-Instituts das Luchs-Projekt in den Kalkalpen.

Für einen nachhaltigen Erfolg bedarf es zusätzlich zur Akzeptanz der Bevölkerung die  zersiedelte Landschaft und die Autobahnen für alle Wildtiere wieder durchlässiger zu gestalten, daher müssen für alle unsere weit wandernden Tierarten wie Wolf, Bär und Luchs die Möglichkeiten dazu geschaffen und erhalten werden.
Bereits 2012 wurden vom Land Oberösterreich auf Basis einer Studie  Wildtierkorridore ausgewiesen. Jetzt gilt es, die darin enthaltenen Handlungsempfehlungen zügig umzusetzen.

Von zentraler Bedeutung ist der Erhalt von Freiraum, konkret die:

  • Freihaltung von Siedlungs- und Baulandbarrieren im Bereich dieser Wildtierkorridore
  • Vermeidung zusätzlicher Zerschneidungen dieser Korridore durch Nutzungen und neue Infrastrukturachsen
  • Herstellung der Durchlässigkeit bereits querender Verkehrsträger

Die European Wilderness Society unterstützt die Forderung einer verbindlichen Ausweisung überregionaler Wildtierkorridore, z.B. in Form von landesweit geltenden Naturschutzrahmenplänen oder Sachraumordnungsprogrammen.

Wildtierkorridore definieren multifunktionale Freiräume in der Kulturlandschaft. Sie stehen oftmals in engem Kontakt zu Siedlungsräumen und sind daher auch außerordentlich wichtige Naherholungsgebiete.

Hier können Sie unsere gemeinsamen Forderungen unterstützen: https://ooe.gruene.at/petitionen/petition-wildtierkorridore

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