Val Müstair verliert UNESCO-Label

Unsere Freunde von

haben uns auf eine besondere Information aufmerksam gemacht, die wir gerne mit Euch teilen möchten.

Die zwei Schweizer Gemeinden Zernez und Schanf stimmten gegen die Einrichtung einer Pufferzone am Schweizer Nationalpark und somit auch gegen den Kooperationsvertrag „UNESCO Biosphärenreservat Val Müstair-Parc Nazuinal“. Nur die Gemeinde Scuol stimmte dafür.

Da die UNESCO eine Pufferzone zwischen Kernzone, hier der Schweizer Nationalpark, und Entwicklungszone fordert, führt dieses Ergebnis dazu dass das Val Müstair sein UNESCO-Biosfera-Label verliert und ab Herbst diesen Jahres nicht mehr führen darf.

Ein Biosphären-Reservat mit seinen 3 Zonen, Kernzone-Pufferzone-Entwicklungszone, ist wesentlich mehr als bloß ein Schutzgebiet. Nachhaltige Regionalentwicklung und die Mensch-Umwelt-Beziehung im Biosphärenpark spielen neben dem Schutz und Erhalt der regionalen Natur- und Kulturlandschaft sowie der Förderung der regionalen Wirtschaft eine wesentliche Rolle. Das Biosphärenreservat soll diesbezüglich anderen Regionen als Beispiel dienen.

Dass die Menschen und die Wirtschaft in einem Biosphärenreservat von dieser Auszeichnung profitieren, beweisen zahlreiche Beispiele in den Alpen: Das zweite schweizer Biosphärenreservat im Entlebuch weist eine direkte touristische Sommer-Wertschöpfung von über 30 Millionen Franken auf und kann die Schaffung von rund 400 Arbeitsplätzen vorweisen. Das österreichische Biosphärenreservat Großes Walsertal ist in zahlreiche Projekte, von erneuerbaren Energien bis hin zum Bergsteigerdorf, vertreten und seit 2013 darf sich auch das französisch-italienische Grenzgebiet um den Monte Viso Biosphärenreservat nennen.

Das Val Müstair im Unterengadin verliert somit eine große Chance für die Region.

Picture-credits:chi_yoi / flickr.com

Quelle: http://www.cipra.org/de/news/val-muestair-verliert-unesco-biosphaeren-label

Max A.E. Rossberg

Max A. E. Rossberg is an avid WIlderness Advocates with extensive experience in Sustainable Tourism Strategies and Multistakeholder planning processes.

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