Mehr Wölfe weniger Schäden: Großer Erfolg für Herdenschutz in Deutschland

Das Wolfmonitoring der Landesjägerschaft von Niedersachsen hat vergangenen Monat neue Daten zur Wolfspopulation und den damit zusammenhängenden Schäden veröffentlicht. Die Resultate zeigen einen klaren Trend: die Zahl der Wolfsrudel nimmt zu, wohingegen die verursachten Schäden insbesondere Risse an Schafe und Ziegen abnehmen. Diese Daten sind eine weitere wichtige Bestätigung dass ordnungsgemäßer Herdenschutz effektiv das Risiko von Wolfsattacken auf Weidetiere minimieren kann.

Mehr Wölfe, weniger Schäden in Niedersachsen

Das erst Wolfsrudel hat sich 2013 in Niedersachsen niedergelassen. Seitdem sind viele Wölfe dazugekommen und die Zahl der Wolfsrudel ist gestiegen. Ende 2017 waren es laut der Jagdvereinigung von Niedersachsen bereits 14 Rudel. Die neuen Zahlen der Jagdvereinigung von September 2018 zeigen, dass diese Zahl erneut um 6 neue Wolfsrudel gestiegen ist. Eines dieser Wolfsrudel hat sich direkt an der Grenze zu den Niederlanden angesiedelt.

Trotz dieser erheblichen Zunahme an Wölfen in Niedersachsen ist die Zahlt der Attacken auf Weidetiere um 50% gesunken. Dies wiederspricht jedoch vielen Vermutungen Schäden an Nutztieren durch eine wachsende Wolfspopulation klar steigen. In 2017 wurden bei 159 Attacken 403 Weidtiere getötet, während in 2018 bei bisher 75 Attacken nur 203 Weidtiere umkamen. Obwohl das Jahr 2018 noch nicht um ist, zeigen diese Zahlen bereits den positiven Effekt von ordnungsgemäßen Herdenschutzmaßnahmen.

Herdenschutz funktioniert

Die Landesregierung und andere Organisationen Niedersachsens haben in den letzten Jahren in die Umsetzung ordnungsgemäßen Herdenschutzes investiert. Diese Bemühungen zielen darauf ab die Besitzer von Weidetieren im Bundesland zu informieren, finanzielle Unterstützung für Material zur Verfügung zu stellen sowie bei der Umsetzung der Schutzmaßnahmen zu helfen. Die starke Abnahme von Attacken auf Weidetiere ist ein klarer Indikator dafür, dass sich Wölfe auf ihre Hauptnahrungsquelle konzentrieren, wie etwa den reichlich vorhandenen Wildtieren im Wald.

Die European Wilderness Society nahm vor kurzem an einem Workshop zu Herdenschutz-Zäunen in Niedersachsen vom Naturschutzbund Deutschland teil. Dieses Event konzentrierte sich ins besondere auf den ordnungsgemäßen Umgang und Einsatz mit Schutzhunden, dem Aufstellen mobiler Zäune und dem Bauen fixer Zäune zum Schutz von Pferden.

Der einzig sinnvoll Weg

Beispiele aus ganz Europa zeigen, dass Wölfe wieder zurückkommen. Studien beweisen, dass die Tötung von Wölfen gegenteilig zum gewünschten Effekt wirkt. Wie Studien zeigen, führt das Erlauben eines kontrollierten Abschusses, vermeintlich um die gesellschaftliche Akzeptanz zu steigern, zu mehr Angriffe auf Kleinvieh. Ordnungsgemäße Elektrozäune, Schutzhunde, Nachtpferche und auch Hirten sind der Schlüssel um Schafe und Ziegen zu schützen. Diese Strategie wird von den Daten aus Niedersachsen noch einmal bestätigt.

Mehr Informationen zur historischen und aktuelle Verteilung des Wolfes in Deutschland gibt es hier.

Wolfsrudel in Niedersachsen (im September 2018)

Diese Daten sind auf der WolfMonitoring Webseite der Landesjägerschaft von Niedersachsen erhältlich.

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Max A.E. Rossberg

Max A. E. Rossberg is an avid WIlderness Advocates with extensive experience in Sustainable Tourism Strategies and Multistakeholder planning processes.

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2 thoughts on “Mehr Wölfe weniger Schäden: Großer Erfolg für Herdenschutz in Deutschland

  1. Even with an increase the reduction is significant. What should also not be forgotten that packs seldom predate on livestock due to the abundance of ungulates.

  2. We are not yet at the end of the year. Now ist the time the yougsters learn how to hunt. I expect an increase of al least 30 %.

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